Was macht Béglé jetzt mit seinem Blackberry?
Manchmal ist es interessant, auf Grund aktueller Ereignisse etwas zurück zu blättern und sich frühere Aussagen eines Protagonisten im Licht aktueller Ereignisse nochmals vorzunehmen. Darum erlaube ich mir, zur aktuellen “Demission” Claude Béglés als Verwaltungsratspräsident der Schweizer Post auf den Artikel hinzuweisen, der hier am 16.August 2008 zu lesen war:
Der neue oberste Schweizer Pöschtler
in einem Interview mit dem MM-Magazin.
Momoll, der Mann wäre ja so was von auf Zack, meinte ich schon damals, und SechzehnstundenarbeitstagemitmehrerenStundenBlackberryamStück wollten mir nicht so richtig Vertrauen einflössen. Da ging wohl schon einer weniger mit der Zeit als dass er sich, um ja nicht von ihr überrollt zu werden, lieber bereitwilligst von ihr mitziehen liess. Oder so. Irgendwie. Manager spielen ja immer in der höchsten Liga. Aber es ist immer höchstens ein Mitspielen im Rad, dessen Sinn auf Teufel komm raus verteidigt wird. Sonst wird man zum Unsicherheitsfaktor, weil man Unsicherheit sät. Aber auch wenn man das Rad mit dreht, oder gar noch schneller drehen will, kann man sich grausam verhaspeln.
Derweil werden sie jetzt in der Politik weiter üben und versuchen, Privatisierung laut zu wollen und leise abzuschwächen, gerade so, dass niemand auf niemanden mit dem Finger zeigen kann. Dabei wäre es vielleicht ja gerade mutig, hinzustehen und zu sagen: Wir WOLLEN den Service Public, und er darf auch etwas kosten. Wenn die Schweizer Bergwiese subventioniert bewirtschaftet wird, dann kann das ja für die Schweizer Poscht im Bergdörfchen oder im Dorf – denn wo weit ausgedünnt sind die Filialen ja schon – auch gelten, oder? Das kostet was. Ja. Heisst das aber auch unbedingt, dass wir das nicht wollen?
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Relax-Senf · 21. Januar 2010, 16:26 · #
Es gibt elementare Pfeiler, welche die hoch stehende Infrastruktur der Schweiz ausmachen. Der Service Public der Post gehört für mich dazu. Er darf etwas kosten, keine Frage. Darüber kann man sich rasch einig sein. Bleibt die Frage: Wie viel darf es kosten?
Laut gedacht, ist es mir egal – bzw. gut vorstellbar – wo ich Pakte zu Beförderung abgeben muss. Briefe am selben Ort wie Pakete, wenn das Porto erst noch bestimmt werden muss und sonst natürlich Briefsammelkästen zum Einwerfen.
Anders sieht meine Flexibilität beim Erhalt der Briefpost aus. Die erwarte ich ins Haus zugestellt, bzw. in meinem Fall im Postfach. Das gilt auch für einen Avis, dass ein Paket “bei der Tankstelle, in der Apotheke oder der Käserei” auf Abnahme wartet. Dort will ich ja nich täglich vorbei gehen, nur um zu prüfen ob ich POST erhalten habe.
Claude Béglé hat mich so gereizt, dass ich mehrmals versucht war einen Blog Beitrag zu schreiben. Jetzt nicht mehr nötig. Der falsche Mann wurde zum falschen Zeitpunkt zum falschen Chef gemacht. Was ich sage ist gefährlich, wenn man Personen nicht gut genug für so eine Qualifizierung kennt. Aber Karriere und Verhalten von Béglé lassen Rückschlüsse zu, dass der “ewig” zweite Mann, den fehlenden Erfolg im Leistungsausweis, endlich ERZWINGEN wollte, dank der Nr. 1 Position als VR-Präsident.
Hatte ich in den letzten Wochen einfach ein ungutes Gefühl als Beobachter, war meine Meinung dann gemacht, als die Indien Geschichte ans Tageslicht gespült würde. Nein, nicht die zwei Anstellungen, nein nicht ein Gehaltsteil in Dubai! Dies ist Alltagsrealität. Mein Daumen ging nach Unten, als ich las, dass er in wenigen Monaten Anstellung bei den Indern, für rund CHF eine Million Spesen und Ausgaben abrechnen wollte. Das ist eine Mischung aus Dummheit, Gier, falscher Einschätzung sämtlicher gängiger Parameter, wenn man als Manager und Unternehmer ernst genommen werden will. Bin gespannt, wo Béglé wieder auftaucht. Na ja, eventuell gibt es in absehbarer Zeit einen Berater mehr für die Optimierung von P®ostabläufen.