Was für eine Abfuhr!
Das Schweizer Stimmvolk hat die zusätzliche weitere Kürzung der Renten der beruflichen Vorsorge mit fast dreiviertel Nein-Stimmen wuchtig abgelehnt – und damit den rechten Parteien und dem Bundesrat eine heftige Abfuhr erteilt:
Ganz offensichtlich ist sehr viel Vertrauen in die ethisch korrekte Umsetzung der Idee der beruflichen Vorsorge verspielt worden.
Prognosen und Stellungnahmen, welche vor Unterdeckungen der Pensionskassen warnen oder eine viel längeren Lebenserwartung als bisher berechnet, haben, konnten sich nicht durchsetzen. Die Bevölkerung verdächtigt die Pensionskassen der übermässigen Geschäftemacherei – und sie sprechen der (rechten) Politik die Sachkompetenz und die Vertretung ihrer Interessen ab. Kein grosses Wunder, wenn man an die mehr als 300 Lobbyisten denkt, die in den Wandelgängen des Bundeshauses hilfreich zur Hand gehen, dass die Parlamentarier die “richtigen” Informationen kriegen.
Es gibt viel zu tun, und in diesem Fall tun wohl für einmal nicht nur die Politiker, sondern auch die Wirtschaftsverbände und -vertreter gut daran, nicht nur vom dummen und kurzsichtigen Volk zu sprechen.
![]()

Relax-Senf · 8. März 2010, 15:26 · #
Das Resultat steht für ein “So nicht!”, löst aber nicht das Dilemma, dass die Alterspyramide die zum “Wolkenkratzer” mutiert, nicht mehr alle “lange lebenden Rentner” mit einer garantierten Rente versorgen kann, die nicht erwirtschaftet wird. Es hat Sparpotenzial und vorab die grossen Player müssen begreifen, dass es nicht reicht das Problem “nur” auf dem Rücken der Versicherten lösen zu wollen. Doch mit dem Stimmzettel allein wird nicht fehlendes Kapital generiert.
Thinkabout @ Relax-Senf · 8. März 2010, 15:29 · #
Lieber Relax
Du bringst meine Meinung haargenau auf den Punkt. Und das Dilemma auch.