Unsere Bäume
Was für ein Tag! Der Sommer ist da. Die Sonne auf der Haut erzählt von der Kraft, mit der sie nun die Felder bestreicht und ihre Energie in das Grün der Pflanzen drängt. Mein Gaumen ist trocken. Ich habe keine Mühe, das Geschenk eines Sommertages, der immer wieder von ein bisschen Wind aufgefrischt wird, dankbar und in vollen Zügen anzunehmen und mir gleichzeitig bewusst zu machen, wie eindringlich alle Elemente der Natur immer wieder aufzeigen, wie nahe Wohl und Weh zwischen ihren Elementen liegen: Spielen Wind, Sonne und Regen nicht ineinander, kann jedes einzelne Element vom Segen zur Geissel werden.
Wie liebe ich da den Schatten des Baumes! Mit nichts vermag der Mensch diesen Balsam eines dichten, vor der glühenden Sonne schützenden Blätterwerks zu imitieren! Klimaanlage und Sonnenschirme – wer möchte sie nicht gegen eine Laube, eine Pergola oder den Schatten eines Baumwipfels eintauschen? Das Blätterwerk scheint die Sonne nicht nur zu brechen, so dass ihre Kraft meine Haut nicht brennen, nur wohlig wärmen kann, es fächelt mir noch eine feine Brise zu, als hätten die einzelnen Äste ein wenig Zugluft in sich gespeichert, vom letzten Windstoss, den sie in früheren Stunden für andere Rast machende Wesen abgewehrt haben.
Bäume scheinen uns Menschen zu lieben. Und nichts kann sie ganz offensichtlich von ihrem Tun abhalten.
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![Unter der grünen Baumkrone, da lag ein Boot, [fc-foto:10969880]](/media/blog/unterbaeumen.jpg)
[Bildquelle: fotocommunity, (c) by N.C. ]
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Strandsteine · 30. Juni 2008, 22:19 · #
Lieber Thinkabout,
unter einem Baum oder Palme zu liegen,
das Rascheln der Blätter im Wind zu hören,
dabei den Wolken beim vorüber ziehen zu beobachten…
den unterschiedlichsten Vogelgesang zu lauschen…
mögen doch vielen Menschen dieses Geschenk zu teil werden und mögen sie das Gefühl der Ruhe mit in den Alltag nehmen und etwas dabei gesunden in ihrer inneren Unruhe
Es grüßen Dich die Steine, die die nächsten Tage
sich an diesem Labsal érfreuen werden.
Marianne · 3. Juli 2008, 15:35 · #
Lieber Thinkabout,
Du schreibst so schön von grossen Bäumen, in deren Schatten man sich hinlegen kann. Mein Baum ist für mich ein Wunder. Vor 3,4 Jahren begann in einem meiner Balkonkistchen ein Bäumlein zu wachsen, eine Birke. Heute ist sie ein Baum, den wir immer wieder kürzen müssen, da er sonst dem Mieter über uns die Aussicht nimmt. Eigentlich ist darum daraus ein Busch geworden. Jeden Morgen begrüsse ich liebevoll meinen Baum. Ich hoffe, dass das Balkonkistchen die Last noch lange tragen kann.
Thinkabout · 3. Juli 2008, 16:29 · #
na, liebe Marianne, das schreit förmlich nach Foto!
Janna · 6. Juli 2008, 15:00 · #
...und ich war gerade in Schottland ( in der Findhorn-Foundation)..dort haben die Bäume Seelen, was ich immer schon dachte…
in der Wurzelhöhlung eines sehr großen Baumes dort, in die ich genau hineinpasste, erlebte ich eine besondere Meditation…Bäume sind etwas Wunderbares…:-) Janna