Mein Schreiben. Täglich.

Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.

Mir fällt das oft selbst schwer genug...


Schicksalsbringer?

∞  22 September 2007, 00:01

Themen: SMS zum Tag und
Zeit und Leere



Wie wir uns immer wieder empören können, dass das Leben endlich sei, sehen wir daran, welche Art Schicksal wir annehmen können. Hitzschlag oder Totschlag?


Immer wieder fällt mir auf:
Wir haben kein Verhältnis zu dem, was unser Leben unkontrollierbar macht. Trifft uns der Blitz, so ist es Schicksal. Werden wir erschlagen, so hat uns jemand das Schicksal genommen.

Ich bin heute etwas provokativ: Läge nicht ein Fortschritt darin, gerade im bewusst mich oder meinen Nächsten töten Wollenden den Handlanger meines eigenen Schicksals zu sehen?
Wird nicht stänidg mit uns Schicksal “gemacht”? So, wie wir den Menschen begegnen, so gestalten wir Schicksale mit. Auch im scheinbar Kleinen.

Das kann ein schöner Gedanke sein, aber auch schlicht Stress verursachen. Da hilft es schon, dass am Ende nicht ich entscheide, wie sich mein Verhalten tatsächlich auswirken wird. Aber es lohnt sich sehr, alles dafür zu geben, dass man sich wünschen mag, es käme was Liebevolles dabei heraus.
Gerade in der schlussendlichen Demut, geschehen zu lassen, was unvermeidlich ist oder blieb. Durch wen oder was auch immer.

Bis dahin hilft Kampfgeist:



Bildquelle: imoth.de



  1. Tina · 22. September 2007, 08:06 · #

    Vielleicht liegt der Unterschied, den auch ich mache, darin begründet, daß ich auf Ersteres (Blitzschlag) keinen Einfluss nehmen kann (höhere Gewalt, Schicksal) – am Zweiten sogar vielleicht selbst beteiligt oder Verursacher bin.

    Ich denke schon, daß man mit seinem Verhalten Auslöser für Negatives und Positives in seinen Mitmenschen sein kann.

    Wird nicht ständig mit uns Schicksal “gemacht”?
    Nur bedingt, denn der “Macher” braucht einen Empfänger, will heißen, ich muß darauf eingehen. Wenn mich jemand provozieren will, und ich bin nicht auf Empfang dafür läuft diese Aktion ins Leere. Ich habe eine selbst gewählte Re-Aktionsmöglichkeit.

    Und wenn das eigene faire, demütige Verhalten auch nur bewirkt, daß ich mit mir selbst im Einklang bin, ist das allein schon Grund genug, ein liebevolles Miteinander anzustreben. Meinetwegen und Deinetwegen.

    “Man muß die Dinge nehmen wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen, daß die Dinge so kommen, wie man sie gerne nehmen möchte!” (Curt Götz)

  2. Janna · 23. September 2007, 12:11 · #

    ...ja, ich denke auch, dass wir mit unseren Gedanken allein schon Einfluss haben können! Erwarte ich schlimmes – geschieht das auch….und manchmal scheint ein Strahlen von uns auszugehen und es geschehen kleine schöne Dinge den ganzen Tag..wie bei mir neulich – ich versuche heute mal, mit der Sonne hier zu strahlen!... und euch einen ebensolchen Tag….:-) Janna

  3. werner · 23. September 2007, 12:25 · #

    Janna, danke für dein Strahlen und deine guten Gedanken, die uns allen Glück bringen werden.
    Das ist – denke ich – genauso schön und wichtig wie die Umarmungen von denen Thinkabout heute spricht.

  4. Seelenleerer · 24. September 2007, 02:11 · #

    Ist schon komisch;
    Wer mir beruflich begegnet,
    muss als Grundlage für unsere Zusammenarbeit,
    die volle Verantwortung
    für sein gesamtes Leben
    übernehmen.

    Die Inder nennen es Karma
    und Jesus meinte dazu,
    Wir sehen lieber den Spiess im Auge des Gegenübers,
    statt den Balken in unserem eigenen Auge.

  5. Thinkabout · 27. September 2007, 20:47 · #

    @ Seelenleerer: Verantwortung für mein gesamtes Leben übernehmen – und damit ist nicht nur die gute Tat gemeint, sondern meine grundlegende Haltung, die meine Stimmungen mit verursacht (oder so manche nicht verhindert…)


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