Ich habe einen Plämpel gewonnen
Zum 7. Mal hat anthrazit, das Magazin für den digitalen Lifestyle, die 200 besten Websites der Schweiz gekürt. Nun mag man einwenden, dass, wer nach seinem Lifestyle fragt und sich damit beschäftigt, ob er mit dem richtigen Drive durchs Leben surft, wahrscheinlich noch nicht wirklich bis zu den wirklichen Fragen nach dem eigenen Leben vorgedrungen ist. Dennoch ist der ewige Versuch, den Fortschritt einer Technik, in diesem Fall der mobilen Kommunikationsmittel und der Internet-Nutzung im Allgemeinen, für ein besseres Leben nutzen zu können, Teil unser aller Alltagsbewältigung. Und so heisst es dann in der Anthrazit-Eigenwerbung ja auch: Die Schweizer Crossmedia Publikation anthrazit macht das Internet und die mobile Welt verständlich. Immer wieder geht es um die Frage, ob die Technik uns nützt oder ob wir in deren Vielfalt uns verzetteln und zerdröseln, bis wir vor lauter Multitasking und anderen noch-zusätzlich-dies-und-das-Applikationen uns komplett verloren haben – wenn wir denn überhaupt noch verstehen, was man mit welcher neuen Errungenschaft überhaupt anstellen kann. Und wie. In diesem Dschungel der Wunderlichkeiten und echten Faszinationen schaut sich die Zeitschrift anthrazit um und präsentiert Trends, neue Produkte und Technologien. Selbstverständlich ist sie kein digitaler Lebensführer und steht auch im Dienst der Hände, die sie füttern, aber ich habe darin schon öfters Tipps gefunden, welche mir geholfen haben, mich im Meer der digitalen Unendlichkeit ein wenig besser orientieren zu können.
Seit sieben Jahren versucht anthrazit nun also auch, mit der Auswahl von Webseiten Schweizer Rosinen aus der Unendlichkeit des Webs zu picken und eine Art “Best of” zu präsentieren, schön aufgeteilt nach den verschiedensten Kategorien: Die 200 besten Webseiten der Schweiz. Und weil Weblogs eine Art eigenes und besonderes Internet-Phänomen sind, gehört eine entsprechende Kategorie seit 2006 auch in diese Auswahl. Selbstverständlich ist eine solche Selektion stets äusserst subjektiv, mag man neuerdings die Leser und Nutzer in die Prämierung auch eingebunden haben. Ich gebe gerne zu, dass auch ich mich schon gefragt habe, wie denn eine bestimmte Seite zu dieser Auszeichnung gekommen sein möge. Umgekehrt haben wir in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends schon so manche peinliche Webaward-Verleihung erlebt, und wie der Versuch auch immer geheissen haben mag – es blieb beim Versuch… So gesehen ist Jahrgang sieben für eine solche Verleihung in der kurzlebigen Internet-Welt auch eine Art Qualitätssiegel. Sie ahnen schon, warum ich versuche, die Kurve Richtung absolute Seriösität eines nicht weg zu denkenden Qualitätssiegels nahe am digitalen Nobelpreis zu kriegen (wobei der analoge Dingsda ja auch schon bessere Zeiten gesehen hat): Genau. Dieses Blog ist 2010 dabei. Ich habe, frei nach Tanja Frieden, einen der Plämpel gewonnen.
Thinkabout.ch soll also zu den 200 besten Webseiten der Schweiz gehören. Danke.
Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen. Ich hätte sowieso weiter gemacht. Ich kann gar nicht anders. Aber es ist schön, dass es ein paar Menschen gibt, die offensichtlich finden, dass das völlig okay ist. Und Ansporn ist es natürlich auch.
Die schönste Auszeichnung allerdings sind die Leser. Daran wird sich eh nichts ändern. An deren Anzahl wohl auch kaum. An der Aufmerksamkeit dieser Leser auch nicht. Und das bleibt das Schönste! Darf ich mir daher erlauben, werte Leserin, werter Leser, Ihnen das Ding hiermit umzuhängen?
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Zappadong · 11. Februar 2010, 08:24 · #
Ich gratuliere herzlich. Auch wenn ich nichts dazu beigetragen habe, dass du diesen Preis gewonnen hast (von wegen Handy nur als Nottelefonzentrale benutzten – davon bin ich nicht einmal für diesen Blog abgewichen, und anders als mit Handynummerangabe lief bei dieser Abstimmung ja nichts). Verdient hast du ihn sowieso, den Pämpel.
Relax-Senf · 11. Februar 2010, 15:10 · #
Potz Blitz, Spot an und dem im gleissenden Scheinwerferlicht cool glühenden Thinkabout ein verdientes Ständchen bringen. Ich wäre dabei gewesen, mit meiner Stimmbruch-Sing-Stimme, die sich seit der Pubertät nie mehr vom Singstreik in der Schule erholt hat.
Zurück zur tollten Nachricht. Wer so fürs Bloggen, seine Leser und für die Gedanken-Impuls-Verbreitung lebt, hat diesen Preis verdient. Wie Frau Zappadong, wurde auch ich nicht im Vorfeld befragt, was in der Wahrscheinlichkeitsrechnung ausgedrückt bedeutet, der erzielbare Rang hätte noch weitaus günstiger ausfallen können, hätte man die richtigen Leute gefragt. Wer weiss, vielleicht hätte Frau Zappadong gar ihre Twitter-Kanone eingesetzt, um den Voting-Multiplikations-Leverage-Faktor ins Spiel zu bringen.
Mann oh Mann Thinkabout, sage den Marktforschern schon heute, wen sie das nächste Jahr korrekt befragen sollen, damit auch die Stimmsympathien korrekt eingefangen und präsentiert werden.
Ich denke dieser schöne Preis sollte nicht einfach in der Schreibwerkstatt “weggeschlossen” werden. Schlage vor, dass Du eine Kopie anfertigen lässt, um sie auf der Hutablage im Auto aufzustellen. Das wäre Multi-Channel-Werbung für die Bloggerszene Schweiz.
In diesem Sinne ganz herzliche Gratulation zum ersten Pämpel.
Seelenleerer · 11. Februar 2010, 15:58 · #
Gratulation und Herzensfreude meinerseits.
Das anthrazit kannst Du getrost als hochwertig bezeichnen, bezüglich deren Webtips. Also doppelt so wertvolle Ehrung.
flashfrog · 11. Februar 2010, 17:41 · #
Herzlichen Glückwunsch, hochverdient, würde ich sagen! (Und Glück gehabt, dass du keinen Plömpel gewonnen hast… http://de.wikipedia.org/wiki/Pl%C3%B6mpel?title=Pl%C3%B6mpel&redirect=no )
André · 11. Februar 2010, 17:50 · #
na also – für die gedankenarbeit im netz gibt’s jetzt was für die wand. pämpel, plömpel oder plämpel, hautsache, thinkabout hat zum denken angeregt
Thinkabout @ Alle · 11. Februar 2010, 18:16 · #
Wow. Ich bin ein bisschen sprachlos. Ich weiss ja, dass ich Respekt, und – noch schöner – warme Sympathie bei Euch geniesse – aber geteilte Freude ist eben wirklich ein spezieller Charmebolzen.
Also: Ich sage einfach Danke. Wenn ich mich knapp zu fassen beginne, dann wissen gerade die Leser dieses Blogs wohl nur zu gut, was es geschlagen hat.
Wenn ich heute abend in Frankfurt mit Freunden aus meiner Arbeitswelt ein Gläschen hebe, dann werde ich es im Stillen ganz kräftig auch auf Euch anklingen lassen, denn der Support aus Euren Tasten hat mich unzählige Male mit bei der Stange gehalten.
Gabriele · 11. Februar 2010, 18:47 · #
Auch ich gratuliere Dir ganz herzlich zur verdienten Auszeichnung!
Außer mir müssen sich noch ganz viele “stille” Leser hier tummeln;-)
Gute Zeit in Frankfurt und lächelnde Grüße
aus der Gegend von Würzburg
Marianne · 13. Februar 2010, 21:43 · #
Bravo, lieber Thinkabout! Zuerst du und dann auch noch Simon Amann – die Schweiz im Regen der Goldmedallien. Ich gratuliere.