Der Vergleich: der Räuber
Themen: SMS zum Tag undAchtsamkeit
Teilen Sie mit mir unbeschwerte und schwere Gedanken in Prosa oder Lyrik und versuchen Sie, Grau in Blau zu verwandeln - unter welchem Himmel auch immer.
Mir fällt das oft selbst schwer genug...
Der Vergleich raubt uns die Freude:
Schon die Ahnung von vielleicht noch Grösserem lässt uns das Vorhandene plötzlich geringer erscheinen. Wie armselig wir sind!
Vergleiche, sagt man uns, sind wichtig für die Orientierung. Dies gilt aber vor allem dann, wenn ich eine Leistung messen will, ich mich also in einem Wettstreit befinde.
Das letzte und das längste Rennen aber bestimme ich nicht wirklich. Ich kann es vielleicht ein wenig dehnen, indem ich es bewusst begehe, statt durchrenne. Sich zu behaupten, ist wichtig, aber das Ich wird daraus ganz andere Schlüsse ziehen als das Ego…

Tina · 19. Juli 2007, 05:48 · #
Manchmal raubt uns der Vergleich nicht die Freude, sondern wir schneiden bedeutend besser ab! :-)
...je nach Sichtweise und richtigem Ermessen der vorhandenen Bandbreite…
Caro · 19. Juli 2007, 06:02 · #
Genau.
Und darum freue Dich an DEINEN wunderbaren Makro-Aufnhamen und linse nicht über den Zaun ;-)
Werner · 19. Juli 2007, 09:08 · #
Es ist wohl wie bei der Geschichte mit dem Optimisten und dem Pessimisten, bzw dem halbvollen oder halbleeren Glas.
Manche suchen ständig Vergleiche, um dabei festzustellen, dass sie doch so viel schlechter sind als andere. Und es gibt Menschen, die in jedem Vergleich sehen werden, dass sie ja eigentlich doch besser sind.
Wie Tina sagt:
“...je nach Sichtweise und richtigem Ermessen der vorhandenen Bandbreite…”
Margit Farwig · 19. Juli 2007, 10:01 · #
Aus dem Alter sind wir doch längst raus. Auch müsste man sich dann als Neider, Größenwahnsinniger und sonstiges bezeichnen lassen. Wer will das schon? Wir beteuern von SMS zu SMS, wie herrlich wir uns in diesem Leben eingerichtet haben und mit niemandem tauschen wollen. So soll es bleiben.
Seelenleerer · 19. Juli 2007, 12:28 · #
Vielleicht verletzt das Vergleichen (egal ob wir besser oder schlechter abschneiden) auch deshalb, weil es das Trennende betont und diese Trennung gar nicht wirklich existiert?
Margit Farwig · 19. Juli 2007, 13:03 · #
Eben. Beim Sport verhält es sich so, wenn einer besser ist als der andere, dann gehört ihm aller Applaus, egal wer es ist und ob jemand von hinten brüllt, das hätten unsere ja auch schaffen können, der Neid sitzt da. Das müssen die mit sich abmachen.