Das Freundschaftsgeschenk neuer Achtsamkeit
Ein Spaziergang. Es ist heiss. Doch wir kommen immer wieder in den Schatten der ausladenden Bäume, tauchen ein in Waldpartien, und der Weg ist wie eine Lichtstrasse, die einem ein Leben voller Schönheiten verspricht. Wir spazieren gemächlich, der Weg ist sehr angenehm, flach, ohne grosse Steigungen. Keine Hindernisse, eine charmante Einladung, die Seele baumeln zu lassen, und mit jedem Schritt werden die Gedanken langsamer, und wir richten unser Lächeln dabei auch gegen innen. Dieser Spaziergang dürfte, mit Freunden an der Seite, ewig dauern.
Wir kommen an einem Bächlein vorbei, das, in sattes Grün eingebettet, tanzende Lichtfunken an uns vorbei jongliert. Das Plätschern des Wassers ist weich, klar, und legt sich über die ruhige Stille am Weg. Es begegnet uns die ganze Zeit über kein Mensch. Wir sind mit uns allein.
Ich bin unseren Freunden sehr dankbar. Es ist wunderschön, ihnen die Welt zu zeigen, die meine Morgenstunden ausmacht, wenn ich persönlich in den Tag finde. Und ihre Freude über die Entdeckungen am Weg, die Stimmung, die Abwechslungen, die Art, wie sie uns beglückwünschen für die vielen kleinen und doch so grossen Essenzen unseres Glücks, wie sie sich freuen am Moment, die Luft einatmen, selst still werden, um dann um so gesprächiger weiter zu gehen, all dies ist mir ein Geschenk neuer Achtsamkeit:
Ihr zeigt mir, wie besonders mein Alltag ist, wie wunderbar es ist, immer wieder neu hinzusehen, und wenn ich zukünftig die Wege wieder entlang gehe, dann werdet Ihr mir dabei stets erneute Begleiter und Führer sein, die meinem Blick die Achtsamkeit geben, welche meine Umgebung verdient.
Gästen, Freunden ganz besonders, ist es gegeben, uns immer wieder die Augen zu öffnen für die Schönheiten unserer Tage, für das Besondere in der nur scheinbar gewöhnlichen Ecke. Freunde teilen und freuen sich mit und schenken uns damit das Ja zum Leben immer wieder neu. Oder zumindest ermuntern sie dazu, so dass wir dieses Ja immer wieder neu finden können. Wir sind es uns wert. Sagen die Freunde. Und sollen wir uns selbst immer wieder sagen. Jede einzelne Blume am Wegrand ist dazu da, uns daran zu erinnern.
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Annegret · 2. August 2010, 09:23 · #
Ich habe aufmerksam den Artikel gelesen und mich darin wiedergefunden. Es ist wunderbar, mit Freunden spazieren zu gehen, sie auf diese oder jene Sache aufmerksam zu machen, gemeinsam Dinge zu beobachten und darüber zu sinnieren. Das Leben, die Menschen, Geschenke, mit denen wir achtsam umgehen sollten.
Jutta Wilke · 2. August 2010, 11:40 · #
Seltsam, wie sehr sich die Blogbeiträge meiner persönlichen Blogroll in den letzten Tagen gegenseitig ergänzen.
Gerade eben erst, vor wenigen Minuten, habe ich auf exakt jene Freunde hingewiesen, die uns das Ja zum Leben immer wieder neu schenken.
Jetzt flitz ich schnell rüber in mein Reich und verlinke deinen Artikel ebenfalls.
Liebe Grüße
Jutta
Gabi Gfrerer · 2. August 2010, 12:04 · #
Lieber Thinkabout,
seit langem schon stromere ich immer wieder auf deinen Blog – und finde wunderschöne, herzwarme und berührende Einträge. Wenn ich darf, würde ich deinen Blog gerne mit meinem verlinken (und umgekehrt würde mich natürlich freuen …)
Herzlichen Dank und noch herzlichere Grüße
Gabi