Da kommt eine Kollegin
Die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog hat ihre Kandidatur für die Nachfolge von Moritz Leuenberger in den Bundesrat bekannt gegeben.
Nach eigener Einschätzung bringt sie als Mitglied eines Regierungsrates die Fähigkeit mit, den «Bundesrat wieder zu einer wirklichen Kollegialbehörde zu machen» [1].
Ich bin sicher, dass ihre zukünftigen Mitstreiter in der Schweizer Regierung solche Aussagen ganz bestimmt als sehr kollegial empfinden werden…
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Relax-Senf · 16. August 2010, 18:27 · #
Fein beobachtet Thinkabout. Bis zur Wahl werden die BR-Mitglieder noch manche Gelegenheit zum Wundern haben! Man hat eine Zielgruppe im Auge und verkündet strahlend ein Statement ohne sich Gedanken über “Anwendung und Nebenwirkungen” zu machen!
Seelenleerer · 17. August 2010, 10:10 · #
Immerhin scheint sie erfrischend undiplomatisch zu sein.
Und so unrecht hat sie mit der Aussage ja auch nicht ;-)
Alice · 17. August 2010, 12:41 · #
Ich hätte ja gerne Hilde Fässler im Bundesrat, aber die hat der WOZ ein Interview gegeben, mit dem sie sich gleich selbst aus dem Rennen genommen hat. Aufrecht, ehrlich und geradeaus, wie Hilde nun mal ist, hat sie auch geantwortet. Allerdings hätte ich ihr – falls sie Ambitionen hätte – mehr diplomatisches Geschick zugetraut. Ich folgere daraus: Sie will nicht (obwohl sie sagt, sie überlegt es sich) oder sie hat das Interview nicht gegengelesen. Ich rätsle immer noch …
Über Frau Herzog bloggt der MM aus Arlesheim nicht viel Gutes. Wenn ich seine Texte mit jenen des Tagis von heute vergleiche, könnte ich zum Schluss kommen, dass es zwei Eva Herzogs gibt.
Zu ihrem Spruch: Das ist wie bei kinderlosen Leuten, die GENAU wissen, wie man Kinder erzieht – und die das den Eltern dann auch (ungefragt) mitteilen.